Nachdem Masters-Schwimmerin Simone Birnmeyer-Behrend vor zwei Jahren schon einmal den Bodensee schwimmend durchquert hatte, infizierte sie die jungen Sportlerinnen Inessa Bergen und Chiara Kral mit dem Freiwasser-Gen. Kurzerhand meldete sich das kleine Team für die Bodensee-openwater-challenge am 28.6.2025 von Konstanz nach Meersburg an, die im Idealfall 5km beträgt. Da diese Strecke normalerweise von Fähren bedient wird, musste der Start frühmorgens erfolgen. Also traf man sich um 5.15 Uhr am Hörnle in Konstanz, zwängte sich in die hautengen Neoprenanzüge und wartete auf den Startschuss.
Das Besondere an der openwater-challenge ist, dass es keinerlei Markierungen durch Bojen oder Leinen gibt, sondern dass jeder Schwimmer selbst zusehen muss, wie er sich im See orientiert und das im Idealfall 5km entfernt liegende Ziel auf der anderen Seeseite findet. Das war an diesem Tag nicht ganz einfach, weil der See starke Strömungen und in der Mitte Wellengang hatte, der die Orientierung zusätzlich erschwerte. Manchem Schwimmer wurde dabei sogar schwindlig. Auch die Tiefe des Sees von fast 250m und die phasenweise frischen Wassertemperaturen von knapp über 20 Grad bereiteten einigen Schwimmern Probleme.
Aber für die Pegnitzer Frauen lief es nicht zuletzt dank der professionellen Vorbereitung durch Erfolgstrainer Andreas Behrend hervorragend. Inessa, die ihr erstes Freiwasserrennen überhaupt bestritt, setzte sich von Anfang an in der Spitzengruppe fest und beendete als zweite das Rennen in 1:38,59. Dabei vergab sie am Ende sogar den Sieg, als sie von der späteren Siegerin beim Herausgehen im Laufschritt noch überholt wurde.
Simone wollte eigentlich nur auf der anderen Seite ankommen, fand aber eine so ideale Linie, dass am Ende ein völlig überraschender Platz drei heraussprang (1:40,21).
Großes Pech hatte leider Chiara, die Jüngste im Team, die schwimmerisch eine absolute Favoritin gewesen wäre. Sie hatte einen schlechten Transponder erwischt, mit dem die Zeit gemessen wird. Das Klett-Armband war völlig ausgefranst und trotz zusätzlicher Klebebänder verlor sie das Armband im Wasser. Beim Versuch, es während des Rennens wieder zu befestigen, ließ sie nicht nur wertvolle Zeit liegen, sondern sie wurde durch die starke Strömung so weit abgetrieben, dass sogar ein Begleitboot der DLRG in Sorge geriet. Umso beachtlicher ist der abschließende achte Platz, den Chiara trotz der Probleme in 1:47,22 noch erreichte.
Damit platzierten sich alle drei Starterinnen des STV Pegnitz unter den Top 10 in einem Feld von 200 Teilnehmern. Dementsprechend groß war die Freude im Ziel und am Ende war man sich einig, dass dies wohl nicht das letzte openwater-Rennen im Bodensee gewesen ist.
Das Ergebnis:

Der Start:
Das Ziel:
