{"id":888,"date":"2023-06-29T18:45:52","date_gmt":"2023-06-29T18:45:52","guid":{"rendered":"https:\/\/stv-pegnitz.de\/?page_id=888"},"modified":"2023-06-29T18:45:52","modified_gmt":"2023-06-29T18:45:52","slug":"challenge-roth-2023-erfahrungsbericht-von-sebastian-gubitz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stv-pegnitz.de\/?page_id=888","title":{"rendered":"Challenge Roth 2023 &#8211; Erfahrungsbericht von Sebastian Gubitz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Begonnen hat der Tag f\u00fcr mich bereits um kurz nach 3Uhr, mit einer kalten Dusche um wach zu werden, einigen leicht bek\u00f6mmlichen Marmeladen-Br\u00f6tchen und Kaffee, sodass ich um kurz nach 5Uhr am Schwimmstart am Kanal war. Hier gabs nochmal einen kurzen Radcheck, ob alles passt. Verpflegung wurde positioniert und ein kurzes WarmUp w\u00e4hrend die ersten Profis auf die Strecke losgelassen worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um Punkt 7:00 war der Startschuss f\u00fcr meine Startgruppe 5. Ich hatte ein tolles Schwimmen mit 1:11. Ich wollte eigentlich unter 1:10 bleiben. Aber das war &#8222;best case&#8220;. Die Stimmung am Schwimmstart am Kanal ist schon etwas besonderes, was jeder mal erlebt haben sollte. Hunderttausende von Zuschauern auf der Br\u00fccke und entlang des Kanals. St\u00e4ndig Kanonensch\u00fcsse, die die n\u00e4chste Startgruppe losschwimmen und das Wasser kurzzeitig vibrieren lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Radfahren ging es mir dann richtig gut. Geplant waren waren in etwa 5h-5:15. Es waren dann offiziell 5:16, aber ich bin auch etwas unterhalb meinen Werten gefahren, weil es doch sehr schnell hei\u00df wurde und ich mir noch K\u00f6rner f\u00fcr das Laufen aufsparen wollte und das Laufen auch meine St\u00e4rkste Disziplin ist. Die erste Radrunde war auch mit Abstand der sch\u00f6nste Teil des Tages: Ich hatte hier immer gute Gruppen, um K\u00f6rner zu sparen und die erste Durchfahrt am Solarer Berg war atemberaubend. 50.000 Zuschauer, die einen \u00fcber knapp 1km hochpeitschen l\u00e4sst einen das Blut in den Adern gefrieren.<br>Da musste ich mir auch ein paar Tr\u00e4nen verkneifen.<br>Die Zweite Radrunde war dann etwas z\u00e4her, hier kamen auch die Staffelfahrer auf die Strecke, was es etwas gef\u00e4hrlicher machte, da die Strecke voller wurde und man mit dem Tempo an einigen Passagen doch ziemlich runterbremsen musste oder nicht \u00fcberholen konnte. Auch der Gegenwind kam dann zur Hitze noch dazu, da musste man sich dann doch schon ziemlich viel selbst gut zusprechen, um sich bei Laune zu halten. Aber alles in allem haben sich die 5:16 am Ende gar nicht so lang angef\u00fchlt und eigentlich hab ich mich da schon sehr auf das Laufen gefreut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Wechselzelt habe ich mir dann erst mal die Zeit genommen mich gut mit Sonnencreme einschmieren zu lassen. Die vielen freiwilligen Helfer machen in Roth wirklich einen \u00fcberragenden Job! Der erste Km war dann auch richtig gut und mein Gedanke war &#8222;wow, lieber etwas langsamer, aber die Beine sind gut. da kann heute was gehen&#8220;<br>Leider hab ich dann ab km3-4 schon gemerkt, dass da was nicht ganz so stimmt im Magen. An der Stelle habe ich mich dann schon von einer Zeit verabschiedet und wollte es eigentlich &#8222;locker durchjoggen&#8220; aber bis km12 wurde es dann deutlich schlimmer. Nach einem Dixie-Stopp ging es dann erstaunlicherweise wieder ziemlich gut, aber leider nur bis zum Halbmarathon.<br>Der legend\u00e4re Kanal hat sein \u00fcbriges getan: Hitze, Staub und volle Sonne bei \u00fcber 30grad. Jede Verpflegungsstation wurde ausf\u00fchrlich mitgenommen, um den K\u00f6rper irgendwie runter zu k\u00fchlen und Energie in Form von Cola, Wassermelone und Salz zuf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<br>Ab km22 haben die Magenschmerzen wieder eingesetzt und wurden auch nicht mehr besser, im Gegenteil, sie wurden schlimmer. Bei km25 habe ich mich \u00fcbergeben m\u00fcssen, nachdem ich nochmals versucht habe ein Gel zu nehmen, und mich bei meiner Familie und Freunden abgest\u00fctzt, die mir nochmal versucht haben Mut zuzusprechen. Ich habe dann die Entscheidung getroffen einfach weiterzugehen, in der Hoffnung, dass der Magen sich beruhigt. Bei km28 hat der Eimer Wasser zur Abk\u00fchlung leider einen Schock in mir ausgel\u00f6st, so dass ich dort an der Verpflegungsstation zittrig zusammengebrochen bin. Da war mir dann auch leider schnell klar, dass der Tag hier vorbei ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist sehr \u00e4rgerlich, weil man sehr viel Zeit, Geld und Schwei\u00df investiert hat. Am Ende geh\u00f6rt zu einer Langdistanz aber auch etwas Gl\u00fcck dazu. Das hat mir am Sonntag leider gefehlt. Gerne h\u00e4tte ich die Finishline gesehen, aber ich versuche jetzt das Positive aus dem Weg dahin und des Tages abzuspeichern. Am Ende ist es &#8222;nur Sport&#8220; und die vielen positiven Nachrichten, die ich nach dem Rennen bekommen habe, machen mich doch sehr stolz und lassen den Schmerz etwas vergessen. Am Ende muss ich mir eingestehen &#8222;Did not finish trumps did not start&#8220;. Ich kann daraus nur Lernen und bin reicher an Erfahrungen.<br>Und vielleicht versuche ich es dann in ein paar Jahren nochmal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier noch ein paar Statistiken zu meiner Vorbereitung seit dem 01.September2022 f\u00fcr den Challenge Roth 2023<br>Rad: ca.295h &#8211; ca. 8250km (virtuelle KM auf der Rolle + auf der Stra\u00dfe)<br>Laufen: ca. 132h &#8211; ca. 1642km<br>Schwimmen: ca. 90-100km (hier habe ich nicht alle Einheiten dokumentiert)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1536\" height=\"2048\" data-id=\"861\" src=\"https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7457-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-861\" srcset=\"https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7457-2.jpeg 1536w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7457-2-225x300.jpeg 225w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7457-2-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7457-2-1152x1536.jpeg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7529-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-862\" width=\"1170\" height=\"1560\" srcset=\"https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7529-2.jpeg 1536w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7529-2-225x300.jpeg 225w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7529-2-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7529-2-1152x1536.jpeg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 1170px) 100vw, 1170px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1536\" height=\"2048\" src=\"https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7481-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-863\" srcset=\"https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7481-2.jpeg 1536w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7481-2-225x300.jpeg 225w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7481-2-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/stv-pegnitz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_7481-2-1152x1536.jpeg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begonnen hat der Tag f\u00fcr mich bereits um kurz nach 3Uhr, mit einer kalten Dusche um wach zu werden, einigen leicht bek\u00f6mmlichen Marmeladen-Br\u00f6tchen und Kaffee, sodass ich um kurz nach 5Uhr am Schwimmstart am Kanal war. 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